Seit dem 01.01.2009 werden Blockkraftheizwerke durch das Gesetz für Erhaltung, Modernisierung und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung gefördert. Kurz gesagt spricht man hier vom Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Ein Bestandteil dieses Gesetzes ist, dass die Netzbetreiber verpflichtet sind die BHKW an das öffentliche Stromnetz anzuschließen und den eingespeisten Strom entsprechend vergüten müssen. Diese Vergütung setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Der erste Bestandteil ist der sogenannte Basisloadpreis. Dazu kommt ein Zuschlag, der im Kraft-Wärme-Kopplungesetz festgelegt ist. Der dritte Teil ist eine Vergütung für die dezentrale Einspeisung. Wird der Strom im Versorgungsobjekt selbst genutzt, sprich zum Beispiel ein einem Hotel oder Wohnhaus, so gibt es einen weiteren Zuschlag.
Wer sein Blockkraftheizwerk mit Biorohstoffen, also zum Beispiel mit Biogas betreibt, bekommt eine zusätzliche Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zurzeit beträgt dieser Bonus 3 ct pro Kilowattstunde. Diese zusätzliche Förderung hat dazu geführt, dass vor allen Dingen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe, die genug Biomasse direkt vor Ort erwirtschaften, die effiziente Arbeitsweise eines Blockkraftheizwerkes in die eigene Versorgung integrieren.
Ein weiterer Bestandteil der staatlichen Förderung solch einer Energieanlage ist die Steuererleichterung. Mineralölsteuern zum Beispiel können bei der Nutzung eines BHKW erstattet werden. Diese Kostenersparnis führt dazu, dass ein BHKW wirtschaftlich arbeiten kann. Da Blockkraftheizwerke im Einfamilienhaus eher wärmegeführt sind, d.h. sie richten sich rein nach der Warmwasserversorgung ist die Produktion des geldbringenden Stromes hier meist in den Hintergrund geraten. Eine genaue Berechnung der benötigten Leistung auf das eigene Haus ist also äußerst sinnvoll um auch langfristig eine effizient arbeitende Heizungsanlage zu erhalten.
Trotz dieser durchaus lukrativen Förderungen haben sich die Blockkraftheizwerke in der Miniversion für den Privathaushalt nicht deutlich durchgesetzt. Zu erwarten ist aber lauf Fachliteratur ein deutlicher Zuwachs aufgrund des geplanten Atomausstieges. Aber noch immer ist der Kostenaufwand für den Einbau einer Blockkraftheizwerkanlage in den Privathaushalt im Vergleich zu anderen Anlagen deutlich höher und das wirkt erst einmal abschreckend.
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